Modica



Modica hat sehr alte Ursprünge und war die Hauptstadt einer alten und mächtigen Grafschaft, dessen Territorium im Hochmittelalter sich bis zu den Pforten von Palermo ausdehnte. Die Stadt war ein blühendes landwirtschaftliches und wirtschaftliches Zentrum, in dem Juden, Araber, Spanier und Normannen friedlich bis ins 14.Jahrhundert miteinander lebten.

Nach dem Erdbeben von 1693 wieder aufgebaut, war Modica früheren Zeiten von Kanälen und Brücken durchzogen, die sie zu einer der faszinierendsten Städte Italiens machte. Denn die Stadt entstand am Zusammenfluß der beiden Flüsse Pozzo dei Pruni und Janni Maura (heute ausgetrocknet), die das Flussbett von Modica bildeten und daraus wurde bis dato der Corso Umberto I. Dank der Quelle Fontana Grande, der größten, die das Gebiet von Modica ursprünglich versorgte, entstanden etwa 23 Mühlen, die heute allerdings nicht mehr existieren. Vom vierzehnten bis zum neunzehnten Jahrhundert war Modica die viertgrößte Stadt Siziliens in Bezug auf Einwohner und politischer Bedeutung; ihre kulturelle Aktivität kann den kirchlichen und weltlichen Institutionen zugeschrieben werden, die aus ihr ein namhaftes Studienzentrum gemacht haben.

Das in drei Teile unterteilte historische Zentrum von Modica ist von zweifelloser Schönheit und wird von vielen Wohnungen, eine an die andere gebaut und häufig die Erweiterung der antiken Grotten ist, charakterisiert. Es scheinen tatsächlich 700 Höhlen gewesen zu sein, die bis zur prähistorischen Ära bewohnt waren.

Aus mittelalterlicher Zeit stellt das historische Zentrum, (heute Modica bassa, Unterstadt) ein hübsches Durcheinander aus kleinenHäusern, Gässchen und langen Treppen dar, das um den Hügel von Pizzo errichtet wurde. Nach dem schweren Erdbeben im Jahr 1693 ist der Spätbarock der vorherrschende Stil, den auch andere Städte des Val di Noto für sich entdeckten. Dank seines historisch-monumentalen Besitzes erhielt Modica die Anerkennung der UNESCO im Jahr 2002.

Berühmt für ihre gewürzte Schokolade, ein Produkt nach einem alten Rezept der Azteken, wird Modica für ihre ausgezeichneten kulinarischen Produkte sehr geschätzt, darunter das Olivenöl von Frigintini, Vorreiter der Öle mit fruchtigem Aroma. Auch das hausgemachte Eis aus Modica erhielt höchste Anerkennung: Modica ist eine der ausgezeichneten Städte von Eis aus Eigenproduktion "Città del Gelato italiane".

Baudenkmäler

  • Dom von San Giorgio
  • Dom von San Pietro
  • Kirche Santa Maria del Gesù
  • Kirche San Giovanni Evangelista
  • Palast der Kultur und Regionalmuseum
  • Kirche del Carmine
  • Kirche von San Domenico, ehemals Kloster und Krypta
  • Kirche von Santa Maria di Betlem
  • Kreuzgang von Leva
  • Kapuzinerkloster und Kirche San Francesco
  • Wallfahrtskirche Madonna delle Grazie
  • Palazzo Polara
  • Palazzo Napolino-Tommasi Rosso
  • Geburtshaus des Poeten Quasimodo
  • Palazzo degli Studi
  • Theater Garibaldi
  • Palazzo Grimaldi
  • Castello dei Conti
  • Uhrturm

Archäologische Stätten

  • Felsenkirche von San Nicolò Inferiore
  • Höhle Ispica
  • Höhle Lazzaro
  • Höhle dei Servi

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